An diesen beiden Shell-HoLa-Standorten (Lehre und Wustermark) hat SBRS ein Megawatt-Ladesystem installiert, das auf dem neu veröffentlichten Megawatt-Ladestandard für Design und Kommunikation basiert.
Im Gegensatz zum langsameren Combined Charging System (CCS) ermöglicht MCS, dass elektrische Lkw während einer regulären Pause ausreichend Energie nachladen, um ihre Fahrt über mehrere hundert Kilometer fortzusetzen – ohne zusätzliche Standzeiten oder Unterbrechungen der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten.
Diese Verbindung aus zuverlässigem, ultraschnellem Laden und den täglichen logistischen Anforderungen macht den elektrischen Fernverkehr mit schweren Nutzfahrzeugen betrieblich umsetzbar.
Die Installation von MCS-Ladegeräten an öffentlichen Standorten erfordert technische Innovation und fortschrittliche Lösungen. Die beim MCS-Laden entstehende Wärme kann bis zu neunmal höher sein
als beim Laden mit CCS und muss über den gesamten Ladevorgang hinweg kontrolliert werden.
Ein einzelner MCS-Ladevorgang mit 1,2 MW entspricht in etwa der elektrischen Spitzenlast eines Wohnblocks mit rund 1.000 Wohnungen.
Diesen Herausforderungen begegnen wir durch umfangreiche Tests vor der Installation, einschließlich Klimakammerprüfungen, um sicherzustellen, dass das MCS-System unter realen Bedingungen zuverlässig funktioniert.
Der eigentliche Praxistest beginnt jedoch jetzt – mit der offiziellen Inbetriebnahme des HoLa-Demonstrationskorridors und dem Start von 12 Lkw, die Daten und Erkenntnisse darüber sammeln, wie Fahrzeuge, Ladehardware und Logistikprozesse im realen Betrieb zusammenspielen.
Zuverlässiges Megawattladen entlang von Korridoren kann ein entscheidender Baustein für die Elektrifizierung sein – doch das Depotladen (typischerweise CCS) bleibt das Rückgrat vieler elektrischer Flottenbetriebe.