Im Rahmen der ersten Baustufe wurden auf dem Betriebshof insgesamt 24 Depot-Ladepunkte mit Slim-Ladegeräten installiert. Zwanzig dieser Ladegeräte verfügen über eine Leistung von 150 Kilowatt, während vier Geräte eine Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt bereitstellen können. Zusätzlich wurde auf dem Betriebshof eine Schnellladeanlage eingerichtet, die zwei unterschiedliche Lademöglichkeiten bietet: über Pantografen und über CCS. Um den Ladebetrieb flexibel zu gestalten, wurden in der Abstellhalle außerdem vier Wallboxen installiert, die als Alternative zur Pantograf Ladung genutzt werden können. Auch die umfangreichen Tiefbauarbeiten für dieses Projekt wurden vollständig durch uns konzipiert und umgesetzt.
Die Schnellladeanlagen wurden an strategischen Streckenstandorten in der gesamten Stadt mit einer Ladeleistung von bis zu 450 kW installiert. Für den Betriebshof wurde zudem ein umfassendes Notauskonzept entwickelt. Die Halle besteht aus sieben Brandabschnitten, die parallel zu unserem Projekt errichtet wurden. Im Notfall führt die Betätigung des Not-Aus-Systems zu einer brandabschnitts- oder stationsbezogenen Abschaltung der Ladegeräte. So werden beispielsweise in einem Brandabschnitt nur die Ladegeräte abgeschaltet, die diesem Abschnitt zugeordnet sind.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Stationen entlang der Strecke ausschließlich nachts ab 22 Uhr errichtet werden konnten, da hierfür eine Sondergenehmigung sowie eine vollständige Straßensperrung erforderlich waren.
Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung war die umfangreiche Tiefbauplanung, die sowohl auf dem Betriebshof als auch im öffentlichen Raum gleichzeitig stattfand. Hinzu kamen die parallelen Arbeiten verschiedener Gewerke, insbesondere die Errichtung der sieben Brandabschnitte in der Halle. Weitere Anforderungen ergaben sich durch : die Integration der Ladeinfrastruktur in den bestehenden Betrieb, die Entwicklung eines Sicherheits- und Notauskonzepts, die Sonderanfertigungen der Lademasten sowie die Kombination unterschiedlicher Ladetechnologien wie Pantograf und CCS. Diese Herausforderungen konnten durch eine präzise Bauphasenplanung, intensive Abstimmungen mit den Stadtwerken Remscheid und die Koordination aller beteiligten Gewerke erfolgreich gemeistert werden.
Das Projekt zeichnet sich durch seine Zukunftsorientierung aus, Projektleiter Musa fasst seine persönliche Perspektive so zusammen:
„Persönlich macht mich besonders stolz, wie weit wir das Projekt bereits gebracht haben und wie gut die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Remscheid und den verschiedenen Gewerken funktioniert. Trotz der hohen technischen und organisatorischen Anforderungen gelingt es uns, das Projekt Schritt für Schritt weiter voranzutreiben, um die einzelnen Meilensteine zuverlässig zu erreichen.“