18. März 2026

Richtfest für den neuen BVG-Busbetriebshof an der Säntisstraße – Ladeinfrastruktur für einen lokal emissionsfreien Busbetrieb

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Press Release

von links: Dr. Stephan Nahmer (Geschäftsführer SBRS), Ingo Hiller (ZECH Bau, Projektleiter ARGE BVG Säntis), Alexander Bonk (BVG-Projektleiter), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Henrik Falk (BVG-Vorstandsvorsitzender)
Copyrights: © BVG, Florian Bündig

Am 18. März 2026 feiert die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR das Richtfest für den Bau ihres neuen zentralen Busbetriebshofs an der Säntisstraße 95–129 im Berliner Ortsteil Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg). Mit der Entwicklung dieses hochmodernen Standorts für einen lokal emissionsfreien Busbetrieb treibt die BVG die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadt voran.

Auf dem rund 66.000 m² großen Grundstück entsteht ein hochfunktionaler Betriebshof mit einer Gesamtbruttogrundfläche von über 21.900 m².

 

Geplant sind ein Verwaltungsgebäude mit Büros, Kantine, Sportraum und Kantine, eine großzügige Werkstatt- und Servicehalle sowie Außen- und Grünanlagen und umfangreiche Abstellflächen mit integrierter Ladeinfrastruktur für Elektrobusse. Die Werkstatthalle wird mit zwölf Werkstatt- und acht Servicearbeitsständen ausgestattet, teilweise mit Dacharbeitsständen, Krananlagen und Arbeitsgruben, sowie zwei Portalwaschstraßen und einer Unterbodenwaschanlage.
Die bauliche Umsetzung des Neubaus umfasst beeindruckende Mengen an Materialien und Konstruktionen: Es werden 11.240 m³ Ortbeton und 3.845 m² Spannbetonhohldielen verbaut, dazu kommen 1.510 Tonnen Bewehrungsstahl, 3.280 m² Mauerwerk sowie 100 Tonnen konstruktiver Stahlbau. Die Hallen tragen 120 Kragstützen mit jeweils 9 Tonnen schweren Köcherfundamenten, 97 Hauptträger – der größte Träger misst 30,30 Meter Länge und wiegt 49 Tonnen, sowie 492 Nebenträger.
Ein zentraler Schwerpunkt des Neubaus ist die Ladeinfrastruktur für Elektrobusse. Der Betriebshof wird mit insgesamt 259 Ladepunkten und 203 Ladeeinheiten ausgestattet. Dazu zählen 194 Ladegeräte mit je 150 kW sowie neun HPC-Ladegeräte mit 300 kW, von denen sieben zukünftig auf bis zu 450 kW aufgerüstet werden können. Die Ladeinfrastruktur setzt vorwiegend auf Hood-Charging, eine optionale Steckerladung wird zusätzlich geprüft. Die installierte Leistung beträgt 31,8 MW bei einem Netzanschlusswert von 10 MW. Ein ausgeklügeltes Last- und Lademanagement sowie integrierte Betriebshof-Managementsysteme sorgen für einen effizienten Betrieb. Zusätzlich wird ein komplexes IT-Netzwerk mit erhöhten Sicherheitsstandards installiert. Die 36 Ladetechnikgebäude sind in neun Stationsreihen organisiert, jeweils mit zwei 1.600-kVA-Transformatoren, Mittel- und Niederspannungsanlagen sowie bis zu 24 Ladepunkten pro Reihe. Die betriebshofeigene Mittelspannungs-Ringstruktur sowie luftgekühlte Systeme mit Schalldämpfern sorgen für einen zuverlässigen und sicheren Anlagenbetrieb. Die Ladepunkte und Betriebsabläufe sind auf verschiedene Bustypen ausgelegt, vom 12-Meter-Standardbus über 18-Meter-Gelenkbusse bis hin zu Doppeldeckern. Die bauliche Ausführung umfasst insgesamt 192 Brandwandelemente mit einer Gesamtlänge von 607 Metern, die die Ladebereiche in separate Brandabschnitte unterteilen und ein besonders hohes Sicherheitsniveau gewährleisten. Zusätzlich werden 49 Fachwerkträger mit einer Gesamtlänge von 940,5 Metern und 155 Stützen installiert, um die Tragstrukturen der Ladezonen zu tragen. Der gesamte Betriebshof ist an die zentralen Leitsysteme der BVG angebunden und unterstützt so einen effizienten, sicheren und zuverlässigen Langzeitbetrieb der Elektrobusflotte.
Einheitliche Komponenten, Böden und Systeme ermöglichen optimierte Service- und Instandhaltungsabläufe, während hohe Sicherheitsstandards für Brandschutz, Gebäudeschutz und IT-Infrastruktur umgesetzt werden.
„Mit diesem Neubau schaffen wir die infrastrukturelle Grundlage für eine im Betrieb lokal emissionsfreie Busflotte und treiben damit konsequent den Wandel hin zu einem zukunftsorientierten öffentlichen Nahverkehr in Berlin voran”, betont Ingo Hiller, Senior Project Manager bei ZECH Bau SE, Niederlassung Berlin. „Die Übergabe eines schlüsselfertigen Betriebshofs für eine vollelektrische Busflotte zeigt, wie schnell die Planung leistungsstarker Ladeinfrastruktur für große Nutzfahrzeugflotten heute voranschreitet. Wir freuen uns umso mehr, unsere innovativen und flexiblen Ladelösungen in der Bundeshauptstadt umzusetzen”, ergänzt Dr. Stephan Nahmer, Geschäftsführer der SBRS GmbH.

von links: Alexander Bonk, Ute Bonde, Henrik Falk

© BVG, Florian Bündig

Visualisierung E-Bus-Betriebshof Säntisstraße

© Sweco

Die Realisierung erfolgt durch die ARGE BVG Säntis, bestehend aus der Zech Bau SE und der SBRS GmbH, als Totalunternehmer.

Die Projektsteuerung übernimmt Drees & Sommer, als Generalplaner fungiert Sweco GmbH. Mit dem neuen Betriebshof treibt die BVG die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin voran.

ZECH Bau SE
Die ZECH Bau SE gehört zum Geschäftsbereich ZECH Building, in dem alle Baukompetenzen der Zech Group SE gebündelt sind. Diese ist eine strategische Management-Holding, unter deren Dach drei Geschäftsbereiche mit ihren operativ tätigen Führungsgesellschaften zusammengefasst sind. Vielfältige Leistungen machen das Unternehmen zu einem kompetenten Partner in den Bereichen Building, Real Estate und Hotel. Als breit aufgestellte, diversifizierte Unternehmensgruppe konzentriert es sich auf die Wertschöpfungskette rund um die Immobilie. Mittelständisch geprägt und unternehmergeführt ist die Zech Group in der Lage, Chancen schnell zu ergreifen und Strukturen zügig den Anforderungen des Marktes anzupassen.

 

 

 

SBRS GmbH
Seit 2022 ist die SBRS GmbH eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Shell Deutschland GmbH. Als schlüsselfertiger Lösungsanbieter liefert SBRS maßgeschneiderte Ladeinfrastrukturlösungen – von der ersten Planung über die Installation bis hin zu Betrieb, Service und Wartung. Kunden erhalten eine zuverlässige und zukunftssichere Gesamtlösung aus einer Hand.
Ob für Kommunen, Verkehrsbetriebe, Logistik oder Industrie: SBRS unterstützt Unternehmen dabei, ihre Flotten effizient zu elektrifizieren und die betrieblichen Emissionen zu senken. Das Unternehmen sorgt für eine optimale Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur. Mit jahrzehntelanger technischer Expertise und einem starken Innovationsanspruch garantiert SBRS kurze Ladezeiten, maximale Betriebsbereitschaft und höchste Qualität.
Das Portfolio umfasst Lade- und Softwarelösungen für E-Busse, E-Lkw und maritime Anwendungen sowie umfassende Projekt- und Betriebsdienstleistungen. Damit leistet SBRS einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung des Verkehrssektors und unterstützt Flotten beim Übergang zu emissionsärmeren Betriebsabläufen.

 

 

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